MagicMagenta

BadBoyEddie
SweetLittleNell
SpacyMagenta

 

 

„I would like - if I may - to take you on a strange journey.“

 

Also, das was ich erzählen möchte, ist nicht so abgefahren wie die Geschichte von Brad und Janet, bei weitem nicht.

Doch urteilt selbst. Wie alles begann: 

„It was strange the way it happened one of those quirks of fate really one of those moments when... Everything looks black the chips are down Your back is against the wall You panic - you're trapped - there's no way out and even if there was it would probably be a one way ticket to the bottom of the bay.  And then suddenly you get a break - all the pieces seem to fit into place - what a sucker you'd been - what a fool - the answer was there all the time - it took a small accident to make it happen.“

 

Wenden wir Franks Ansprache einmal auf mich an, ja ich glaube das passt. Es war reiner Zufall, als ich 1978 oder 1979 im Fernsehen über diesen Film stolperte. Irgendwie hatte ich von allem und jedem die Nase voll. Ich war deprimiert und eigentlich war mir zum Heulen. Und dann dieser Film!

 Bitte verzeiht mir meine nächsten Worte. „Meine Güte, schon wieder so eine blöde Frankenstein Persiflage“ habe ich mir gedacht. Aber die Musik war nicht übel. Und so schaute ich mir den Film bis zum Schluß an.

Damit war der Samen gelegt. Irgendwie schaffte ich es in den folgenden Jahren immer wieder, natürlich immer durch puren Zufall im Fernsehen RHPS zu sehen. Es ist gut, um mein Englisch aufzufrischen redete ich mir ein.

Ich Närrin. Ich war infiziert, der RHPS – Virus hatte mich in den Klauen und denkt bis heute nicht daran, mich wieder loszulassen.

 

Die erste Liveshow.

Wieder einmal mehr war Kommissar Zufall am Werk. In der Zeitung las ich von einem Gastspiel des Londoner Musical Theatre, die mit RHS in Bochum gastieren würden.

Mit einem Arbeitskollegen im Schlepp und (man möge mir verzeihen) im Partykleid, ging ich hin. 4. Reihe Mitte.

Wie naiv ich doch gewesen bin. Warum ist das Mischpult mit Folie abgedeckt? Warum sehen die anderen teilweise so merkwürdig aus? Was ist in den Tüten, die sie mitgebracht haben? Was machen die 4 Leichenbestatter (Phantoms) vor Beginn der Show mit dem Publikum? Ich wußte rein gar nichts.

Die Tontechnik allerdings anscheinend auch nicht. Beim „Timewarp“ war es schliesslich soweit, Reis und anderes sorgten für einen Tonausfall. Nach einer ¾ Stunde gings weiter.

Ich habe mich königlich amüsiert, fand das Bühnenstück noch besser als den Film, auch die ca 2 Pfund Reis in meiner Unterwäsche konnten mein Hochgefühl nicht mindern. Ich schwor mir, die nächste Aufführung wieder zu besuchen.

Diesem Schwur bin ich bis heute treu geblieben. Mindestens einmal im Jahr bin ich live dabei. Und das Video habe ich mir auch gekauft.

 

Wie ich zu meinem Outfit kam.

Nun, auch so eine kuriose Geschichte. Ein ehemaliger Schulkollege (ein absoluter Spießer, Erbsenzähler Korinthenkacker oder wie man auch immer dazu sagen soll) tönte fürchterlich herum, wie fantastisch gut er die RHS finden würde. Gut mein Freud, habe ich mir gedacht. Mal sehen wie du wirklich dazu stehst.

Wie der Zufall es wollte (wieder einmal) gastierte obiges Emsemble in der Nähe.

Die Aufführung sollte an Weiberfastnacht stattfinden und ich hatte Karten für die erste Reihe.

Was sollte ich anziehen? Die letzten Male war ich in Jeans und altem Pulli aufgetaucht, weil mir zu mehr irgendwie der Mut fehlte. Doch jetzt sah die Sache ganz anders aus. Es war Karneval (Fasching) und ich wollte meinen ehemaligen Schulkollegen schockieren.

Die Korsage fand ich auf Anhieb in der Miederwaren - Abteilung eines Kaufhauses. Die kurze Hose habe ich mir selber genäht. Die Federboa fand ich nach langem Suchen und vielen Telefonaten in einem Geschäft für Karnevalsvereine. Allerdings trug ich dieses Mal noch keine Strapse (die kamen erst ein Jahr später.) sondern Lackstiefel die bis über die Kniee reichten. Wow.

Eins muß ich euch sagen, mein Schulkollege war wirklich geschockt. Bis zur Pause blieb er zwar brav neben mir sitzen, aber Reis, Wasser Toillettenpapier und die leuchtende Hand die ich mitgebracht hatte gaben ihm wohl den Rest. Nach der Pause blieb sein Platz leer (juchhu, geschafft.)

Kommentar von der Dame rechts neben mir: „Ihr Begleiter ist wohl etwas spießig, oder“.

Nun, wie dem auch sei. Von meinem Schulkollegen habe ich nie wieder etwas gehört.

 

Wie ich meine Familie infizierte.

Irgendwann einmal schließt sich der Kreis, so auch bei mir. Ich lernte meinen jetzigen Mann kennen.

Seine älteste Tochter bekam (Zufall!!) meinen Videofilm in die Hände, Tochter Nummer 2 schaute mit und klar, zwei neue Fans waren geboren. Im letzten Jahr waren mein Mann und ich noch allein in der Show. Dieses Jahr gehen wir alle.

Unsere große Tochter als Columbia im Frack (mit dem Hochzeitszylinders ihres Großvaters)

Unsere Tochter Lisa als Zimmermädchen ( sie ist erst 10 Jahre)

Mein Mann als Eddie nur mit Lederjacke und Jeans (ich glaube zu Stringtanga und Strapsen kann ich ihn nicht überreden.

Und ich wie gehabt.

Die Wasserpistolen stehen schon griffbereit, alles andere ist auch schon vorbereitet.

 

Am 24.02.2001 ist es endlich soweit.

 

 

 

„It's just a jump to the left
And then a step to the right
With your hands on your hips
You bring your knees in tight
But it's the pelvic thrust
That starts to drive you insane
Let's do the time warp again
Let's do the time warp again“

 

JA, das Gefühl wieder Reis in der Wäsche zu haben, die Kleidung klebt dir am Körper, weil deine Hintermänner nicht (oder zu gut?) zielen können, du trägst feuchte Klopapierbandagen, du bist heiser vom Mitsingen und halbtaub, weil du wieder einmal zu spät die Karten gekauft hast und vor den Lautsprechern sitzt. JA, all das gehört dazu, ist ein Teil von mir, will ich nicht mehr missen.

„Don´t dream it, be it“, ich glaube der Spruch trifft auf mich zu, denn ich bin ein echter Rocky Horror Fan.

  Übrigens jetzt weiß ich auch, warum auf dem Video Cover „ENTER AT YOUR OWN RISK steht!!!!!

 

 Eure Magic Magenta

 

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„ I tasted blood and I want more!“

Eigentlich kann ich mich nur noch schwer an die Zeit vor Rocky Horror erinnern. Dabei ist es noch gar nicht so lange her,  dass ich zum erstenmal diese Lippen gesehen und die fetzige Musik gehört habe.

Meine Eltern hatten  Karten für eine Live – Aufführung. Mama erzählte mir etwas über den Inhalt . Dann sah ich den Videofilm im Regal stehen. „Cooles Cover“ dachte ich mir und startete das Band. Vieles habe ich nicht verstanden, da mein Englisch noch ziemlich bescheiden ist und Untertitel hatte der Film nicht.

Faszinierend war auch, wie sich die Erwachsenen im Rocky Horror Rausch benahmen. Abgesehen davon, wo kann man schon ungestraft im Theater mit Wasser, Reis, Klopapier u ä. herumsauen.

Die Krönung war allerdings, als sich unsere beiden „grown ups“  in Schale warfen.

Daddy als Neuling im alten schwarzen Netzhemd und Jeans. Ein Holzfällerhemd lose darübergeworfen.

Mama als alter erfahrener Visitor im selbstkreierten Outfit á la Floorshow. Natürlich mit Strapsen und „High Heels“.

Ich hätte damals so ziemlich alles getan, um selbst dabei sein zu können.

Mittlerweile habe ich den Film unzählige Male gesehen, ich kenne fast alle Liedertexte auswendig und habe für meinen ersten Besuch einer Live – Aufführung sogar ein selbstgeschneidertes Kostüm in Anlehnung an Columbia erhalten. Muss ich extra erwähnen, dass auch Strapse (meine ersten!) und hochhackíge Schuhe dazugehören?

Ausserdem bin ich als SweetLittleNell dem östereichischen Fanclub beigetreten.

Ach ja, bevor ich das Wort an meine Schwester weitergebe, noch einen Kommentar von meinen Klassenkameraden zum Thema Rocky Horror Musik:

„Das ist ja endgeil!“

Eure Sweet Little Nell

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Hi Leute, ich bin Lisa oder aber besser noch SpacyMagenta. Ich bin erst 10 Jahre alt, aber in Sachen Fan schon ein ganz alter Hase. Wenn wundert es bei den Vorbildern.

Für mich ist es auch das erste Mal, dass ich mir eine Live – Aufführung ansehen kann. Ich bin schon ziemlich aufgeregt, kann ich Euch sagen. Mein Kostüm, (Zimmermädchen,  das wir dann entsprechend aufgemotzt haben) hängt mit Häubchen, Strapsen und Netzstrümpfen fertig im Schrank. Die Wasserpistole (pump gun) steht griffbereit daneben.

Eigentlich weiß ich nicht, was mir an der Rocky Horror Picture Show am besten gefällt.

Die Geschichte so wahnsinnig abgedreht und Brad und Janet sind eigentlich entsetzlich altmodisch. – ABER die Musik, die ist echt cool.

Eure Spacy Magenta

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Tja Leute, wo soll ich beginnen?

 Ich hatte schon viel von der Rocky Horror (Picture) Show gehört, aber zum erstenmal gesehen habe ich es vor ca. 2 Jahren auf Video. Die abgedrehte Story dieser beiden "normal healthy Kids" fand ich supergeil.
Und erst die Musik! Ich als alter Biker war von den fetzigen Rock 'n Roll Stücken ganz hin und weg. Schließlich hatte ich vier Jahre lang im Rock 'n Roll Club Dortmund aktiv getanzt.
Da war es nur noch ein kleiner Schritt bis zur ersten Liveshow. Meine Frau nahm mich im Schlepptau  mit nach  Essen in die  Grugahalle. Sie drückte mir einen Beutel gefüllt mit

 in die Hand. Was ich allerdings mit dem Inhalt und vor allen Dingen wann damit anstellen sollte, war mir irgendwie schon suspekt. Das legte sich allerdings schnell, als wir so richtig mitten im Geschehen waren.
Den ersten Wasserstrahl probierte ich vor der Show an einem Security Man aus. Nur gut, dass er nicht feststellen konnte, woher die Fontäne kam.

Gepriesen sei die Reichweite einer Pump Gun. Ich werde nie den total bescheuerten Gesichtsausdruck dieses sich über die spärlichen  Reste seiner natürlichen Kopfbedeckung streichenden Burschen vergessen, der verzweifelt die undichte Stelle in der Decke suchte. *grins

Dann ging es los. Beim "time warp" verwechselte ich rechts und links, was mir nicht nur einen strafenden Blick meiner Frau einbrachte, sondern auch noch gequetsche Zehen. Mein Nachbar zur Rechten wog nämlich mindestens 3 Zentner und sein Quadratlatschen auf meinen zarten Füßchen kam gar nicht gut. 

Was allerdings lobend zu erwähnen ist, das die hüpfende Damenwelt es durchaus verstand, ihr "Obst" im Körbchen zu behalten.

Nach zwei Stunden schlenderten  wir, völlig eingesaut und durchnäßt, vom Reis in der Unterhose und dem feuchten Lokuspapier im Gesicht will ich gar nicht reden,  zufrieden der Garderobe entgegen. Das Stück war wirklich einsame Spitze.

Ja liebe Leute, glaubt ihr denn wirklich, ich würde mir diese Gaudi einmal im Jahr entgehen lassen?

Ich bin doch nicht blöd!

Somit gilt auch für mich:

"Don't dream it, be it! I tasted blood and I want more!"

Euer Bad Boy Eddie

.......und nächstes Jahr komm ich in Strapsen!  Versprochen!

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